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Die Netzhaut (retina) kleidet das Auge von innen aus. Die Netzhautuntersuchung des Auges ist sehr wichtig. In der Netzhaut liegen der Sehnerv, die Macula und die Blutgefäße.

augenarzt_lamcke_berlin_01Vorsorge Maculadegeneration und Netzhauterkrankungen

Die Netzhaut (retina) kleidet das Auge von innen aus. Die Netzhautuntersuchung des Auges ist sehr wichtig. In der Netzhaut liegen der Sehnerv, die Macula und die Blutgefäße. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck führen zu Gefäßveränderungen. Diese können schon im Frühstadium bei der Netzhautuntersuchung vom Augenarzt erkannt werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Netzhautuntersuchung ist das Erkennen von Löchern und Rissen in der Netzhaut. Unerkannt können diese zu einer Netzhautablösung führen. Bei der Netzhautablösung, auch als Ablatio oder Amotio retinae bezeichnet, löst sich die lichtempfindliche Schicht der Netzhaut von dem darunterliegenden Pigmentepithel.

Die Netzhautablösung führt zu Gesichtsfeldausfällen und schreitet unbehandelt bis zur Erblindung des Auges fort. Im Frühstadium treten häufig Symptome wie das Sehen von Lichtblitzen, Russregen oder Schlierensehen auf. Bei bereits vorhandener Ablösung schiebt sich eine Mauer oder ein Schatten wie ein Vorhang vor den Teil des Gesichtsfelds, der von der Ablösung der Netzhaut betroffen ist. Wenn die Makula in Mitleidenschaft gezogen ist, kommt es zu unscharfem, verzerrtem und erschwertem Sehen.

Um diesem vorzubeugen sollten regelmäßige Augenhintergrundkontrollen mit erweiterter Pupille erfolgen.

Die Maculadegneration bezeichnet unterschiedliche Erkrankungen der Makula lutea, der Stelle des schärfsten Sehens. Die Frühphase der altersbedingte Makuladegeneration wird oft nicht bemerkt. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung zeigen sich Anzeichen wie Verzerrtsehen und ein verschwommenes Sehen beim Lesen. Später taucht in der Mitte des Sehfeldes ein dunkler Fleck auf, der sich mit der Zeit immer weiter vergrößert. Das zentrale Gesichtsfeld geht verloren. Gerade Linien scheinen gebogen. Vor wenigen Jahren galt die Erkrankung als unheilbar, heutzutage existieren sehr wirksame Therapiemöglichkeiten. Weltweit sind ca. 30 Millionen Menschen an einer Maculadegernation erkrankt. Deshalb empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte ab dem 60. Lebensjahre eine regelmäßige Makulavorsorge (AMD-Vorsorge).

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