Keratokonus in Berlin — früh erkennen, Fortschreiten aufhalten.

Ein Keratokonus ist eine kegelartige Vorwölbung der Hornhaut mit zentraler Ausdünnung. Unbehandelt schreitet sie fort. Diagnostik mit der Pentacam, Behandlung mit Crosslinking und Keraring — bei Dr. med. Inken Lamcke.

Pentacam

Hornhauttopographie im Haus

Crosslinking

stabilisiert die Hornhaut

Keraring

mit dem Femtosekundenlaser

Nur PKV

Selbstzahler & Privatversicherte

Warum hier

Diagnose und Behandlung an einem Ort

Beim Keratokonus entscheidet die Messgenauigkeit über alles — und ob der Verlauf über Jahre verglichen wird.

Frühstadien sichtbar machen

Die Pentacam misst Veränderungen der Hornhaut-Rückfläche. In der Ambrósio-Aufnahme werden Hinweise auf Ektasien sichtbar, bevor die Sehschärfe leidet.

Der Verlauf entscheidet

Ob ein Keratokonus fortschreitet, zeigt erst der Vergleich mehrerer Messungen. Genau davon hängt ab, ob und wann behandelt wird.

Auch der Weg ohne Operation

Nicht jeder Keratokonus muss operiert werden. Formstabile Spezialkontaktlinsen und Keratokonuslinsen sind oft die bessere Wahl — dafür besteht eine Kooperation mit einem Spezialkontaktlinseninstitut.

Keratokonus

Erkrankung, Diagnostik, Behandlung

Wählen Sie, was Sie wissen wollen. Von der Frage, was ein Keratokonus ist, bis zu den beiden Behandlungsverfahren.

1 · Was ein Keratokonus ist und wie er festgestellt wird

Die Vorwölbung entsteht langsam und führt zu einer zunehmenden Sehverschlechterung, die sich mit einer Brille immer schlechter ausgleichen lässt.

Keratokonus — kegelartige Vorwölbung der Hornhaut Zentrale Ausdünnung, meist beidseitig. Unbehandelt fortschreitend.
  • fortschreitend
  • meist beidseitig

Was passiert

Ein Keratokonus ist eine kegelartige Vorwölbung der Hornhaut, die zu einer zentralen Ausdünnung führt. Unbehandelt schreitet diese Vorwölbung weiter fort und führt zu einer zunehmenden Sehverschlechterung. Ein Keratokonus tritt in der Regel beidseitig auf.

Wann er auftritt

Ein Keratokonus beginnt typischerweise in der Pubertät oder im jungen Erwachsenenalter. Er schreitet über Jahre fort und kommt häufig um das vierzigste Lebensjahr zum Stillstand — wie schnell und wie weit, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Eine familiäre Häufung ist bekannt.

Woran Betroffene es merken

Meist fällt zuerst auf, dass sich die Brillenwerte häufiger ändern als früher und die Hornhautverkrümmung zunimmt. Dazu kommen verzerrtes oder unscharfes Sehen, Schattenbilder um Buchstaben und Lichtquellen, ausgeprägte Blendung sowie Höfe um Lichter bei Nacht. Viele Betroffene beschreiben, dass eine neue Brille nur kurz hilft.

Warum eine Brille irgendwann nicht mehr ausreicht

Brillengläser können nur eine regelmäßige Hornhautverkrümmung ausgleichen. Beim Keratokonus wird die Hornhautoberfläche unregelmäßig — und genau diese Unregelmäßigkeit lässt sich mit einem Brillenglas nicht korrigieren. Ab diesem Punkt bringen formstabile Spezialkontaktlinsen deutlich mehr als eine stärkere Brille.

Was Sie selbst beeinflussen können

Kräftiges und häufiges Augenreiben gilt als Risikofaktor für ein Fortschreiten. Wer zu Allergien oder Neurodermitis neigt und deshalb viel reibt, sollte das mit uns besprechen — die zugrunde liegende Reizung lässt sich behandeln.

Sonderfall nach einer LASIK

In sehr seltenen Fällen kann es nach einer LASIK-Behandlung zu einer Instabilität und Vorwölbung der Hornhaut kommen — einer Kerektasie. Genau deshalb wird vor jeder refraktiven Behandlung die Hornhaut mit der Pentacam analysiert: zeigt die Ambrósio-Aufnahme Hinweise auf eine Ektasie, ist eine LASIK ausgeschlossen.

→ Passend dazu: Pentacam-Hornhauttopographie · Augenlaser: Voruntersuchung

Diagnose mit der Pentacam Hornhautdicke, Asymmetrien, Ausdünnungen und Veränderungen der Rückfläche — berührungsfrei.
  • berührungsfrei
  • Ambrósio-Analyse
  • Verlaufsvergleich

Was gemessen wird

Mit der Scheimpflugkamera (Pentacam) wird die Hornhaut vermessen und analysiert. Asymmetrien und Ausdünnungen der Hornhaut werden aufgedeckt, wodurch sich Frühstadien eines Keratokonus erkennen lassen. Die Hornhauttopographie zeigt Instabilitäten, indem sie Veränderungen der Hornhaut-Rückfläche misst.

Warum der Verlauf zählt

Eine einzelne Messung zeigt den Zustand. Ob die Erkrankung fortschreitet — und damit, ob eine stabilisierende Behandlung angezeigt ist — ergibt erst der Vergleich mehrerer Messungen über die Zeit.

Was sonst noch untersucht wird

  • Bestmögliche Sehschärfe mit Brillenkorrektur — sie zeigt, wie stark die Unregelmäßigkeit das Sehen bereits einschränkt
  • Refraktion und Hornhautradien
  • Pachymetrie: die dünnste Stelle der Hornhaut, entscheidend für die Frage, welche Behandlung überhaupt möglich ist
  • Untersuchung an der Spaltlampe auf typische Zeichen wie Vogt-Linien, Fleischer-Ring oder Hornhautnarben
  • Endothelzellmessung, wenn ein Eingriff im Auge zur Debatte steht
  • Fotodokumentation für den Vergleich über die Jahre

→ Passend dazu: Pentacam · Endothelzellmessung

2 · Behandlung

Zwei Verfahren, die in der Praxis kombiniert eingesetzt werden: die Implantation eines Keraringes und das Crosslinking. Ziel ist die Stabilisierung der Hornhaut.

Keraring-Implantation Ein Ring wird in einen mit dem Femtosekundenlaser geschnittenen Tunnel in der Hornhaut eingeschoben.
  • Femtosekundenlaser
  • Stabilisierung

Ablauf

Um einen Keraring in die Hornhaut einzusetzen, wird mit dem Femtosekundenlaser ein Tunnel in die Hornhaut geschnitten. In diesen Tunnel wird der Keraring eingeschoben.

Ziel

Der Ring wirkt der kegelförmigen Vorwölbung entgegen und stabilisiert die Hornhaut mechanisch.

Für wen das infrage kommt

Ringsegmente kommen vor allem dann in Betracht, wenn eine Brille keine ausreichende Sehschärfe mehr liefert und formstabile Kontaktlinsen nicht mehr vertragen werden — bei noch klarer Hornhaut und ausreichender Dicke im Bereich des Tunnels. Zentrale Vernarbungen oder eine sehr weit fortgeschrittene Ausdünnung sprechen dagegen. Was in Ihrem Fall möglich ist, ergibt die Topographie.

Rahmen des Eingriffs

Der Eingriff erfolgt ambulant; das Auge wird mit Augentropfen betäubt. Den genauen Ablauf, die zu erwartende Dauer und das Verhalten in den Tagen danach besprechen wir vorher mit Ihnen.

Kombination mit Crosslinking

Ein Keraring verändert die Form der Hornhaut, hält aber das Fortschreiten der Erkrankung nicht auf. Ist der Keratokonus nachweislich progredient, wird deshalb in der Regel zusätzlich vernetzt. Beide Schritte werden aufeinander abgestimmt.

Was Sie erwarten können

Ziel ist eine regelmäßigere Hornhautoberfläche, die sich optisch besser korrigieren lässt. Ein Leben ohne Sehhilfe ist damit in der Regel nicht verbunden — viele Patienten tragen anschließend weiter Brille oder Kontaktlinsen, kommen damit aber deutlich besser zurecht.

Crosslinking Vernetzung des Hornhaut-Kollagens mit Riboflavin. Soll ein Fortschreiten aufhalten.
  • Riboflavin
  • Kollagenvernetzung

Ablauf

Das Kollagen der Hornhaut wird zentral mit einer Riboflavinlösung vernetzt. In der Praxis erfolgt dieser Schritt in der Regel nach der Keraring-Implantation.

Ziel

Durch die Vernetzung wird die Hornhaut stabilisiert und ein Fortschreiten der Erkrankung soll vermieden werden.

Voraussetzungen

Entscheidend ist eine ausreichende Hornhautdicke — nach dem etablierten Standardverfahren gilt ein Richtwert von etwa 400 µm an der dünnsten Stelle. Außerdem muss belegt sein, dass der Keratokonus fortschreitet: bei einem über Jahre stabilen Befund gibt es nichts aufzuhalten. Deshalb steht am Anfang immer der Verlaufsvergleich, nicht die Behandlung.

Rahmen des Eingriffs

Ambulant, das Auge wird mit Augentropfen betäubt. Die Riboflavinlösung muss vor der Bestrahlung einwirken, dadurch dauert der Termin insgesamt länger als der eigentliche Eingriff. Planen Sie den Tag ohne feste Termine danach und kommen Sie ohne eigenes Auto.

Die ersten Tage danach

Wird die oberste Hornhautschicht für die Behandlung abgetragen, liegt anschließend eine Verbandskontaktlinse auf dem Auge, bis die Oberfläche wieder geschlossen ist. In dieser Zeit sind Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit und Tränen normal. Die Sehschärfe ist zunächst schlechter als vorher.

Heilungsverlauf

Die Hornhaut braucht Monate, bis sie sich stabilisiert hat; das Sehen kann sich in dieser Zeit noch verändern. Wir kontrollieren den Verlauf engmaschig und danach in größeren Abständen. Eine endgültige Beurteilung des Ergebnisses ist erst nach etwa einem Jahr sinnvoll.

Was das Verfahren leistet — und was nicht

Crosslinking soll ein Fortschreiten aufhalten. Es macht die Hornhaut nicht wieder rund und ersetzt keine Sehhilfe. Eine Verbesserung der Sehschärfe kommt vor, ist aber nicht das Ziel und wird nicht zugesagt.

Spezialkontaktlinsen als Alternative Keratokonuslinsen und formstabile Linsen — oft der Weg, bevor operiert wird.
  • ohne Eingriff
  • Kooperation mit Spezialinstitut

Wann Linsen die bessere Wahl sind

Eine stabilisierende Behandlung hält das Fortschreiten auf, verbessert aber nicht automatisch die Sehschärfe. Formstabile Spezialkontaktlinsen gleichen die unregelmäßige Hornhautoberfläche optisch aus und können das Sehen deutlich verbessern — ohne Eingriff.

Wie das hier läuft

Nach Bestimmung der Sehschärfe und Vermessung der Hornhaut wird angepasst; das Ein- und Aussetzen wird mit Ihnen geübt. Für Sonderlinsen wie Keratokonuslinsen oder formstabile Linsen besteht eine Kooperation mit einem Spezialkontaktlinseninstitut. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, um Infektionen und Hornhautveränderungen zu vermeiden.

→ Passend dazu: Kontaktlinsen-Anpassung

Ihr Weg

So gehen wir vor

Beim Keratokonus ist die erste Frage nie „welche Behandlung“, sondern „schreitet es fort“.

Erstuntersuchung

Pentacam-Topographie, Hornhautdicke, Sehschärfe, Endothelbefund. Damit steht der Ausgangswert fest.

Verlauf beurteilen

Eine zweite Messung, in der Regel nach drei bis sechs Monaten, zeigt, ob sich die Hornhaut verändert. Erst das begründet eine Behandlung.

Entscheidung

Stabilisierung mit Crosslinking und gegebenenfalls Keraring — oder zunächst optische Korrektur mit Spezialkontaktlinsen.

Kontrolle

Auch nach einer Stabilisierung bleiben regelmäßige Topographie-Kontrollen nötig.

Häufige Fragen

Was Betroffene fragen

Kann ich mit Keratokonus meine Augen lasern lassen?

Nein. Eine LASIK entfernt Hornhautgewebe und würde eine ohnehin ausgedünnte, instabile Hornhaut weiter schwächen. Ein Keratokonus — und auch der Verdacht darauf — ist eine Kontraindikation. Genau deshalb wird vor jeder refraktiven Behandlung die Pentacam-Analyse gemacht. Wenn Sie Ihre Brille loswerden wollen, sind Spezialkontaktlinsen oder eine ICL mögliche Wege — das klärt die Voruntersuchung.

Verbessert Crosslinking mein Sehen?

Das ist nicht das Ziel. Crosslinking soll das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und die Hornhaut stabilisieren. Eine Verbesserung der Sehschärfe ist damit nicht zugesagt. Für besseres Sehen sind formstabile Spezialkontaktlinsen der übliche Weg.

Woher weiß ich, ob mein Keratokonus fortschreitet?

Nur aus dem Vergleich mehrerer Pentacam-Messungen. Eine einzelne Aufnahme zeigt den Zustand, nicht die Entwicklung. Deshalb ist die erste Untersuchung immer auch der Ausgangswert für spätere Vergleiche — und deshalb ist es sinnvoll, die Kontrollen bei derselben Praxis mit demselben Gerät machen zu lassen.

Ich vertrage meine Kontaktlinsen nicht mehr. Was jetzt?

Zunehmende Unverträglichkeit kann ein Hinweis darauf sein, dass sich die Hornhautform verändert hat — also auf ein Fortschreiten. Lassen Sie in diesem Fall eine Topographie machen, bevor Sie nur neue Linsen anpassen.

Wird die Behandlung von meiner privaten Krankenversicherung erstattet?

Ein Keratokonus ist eine Erkrankung, die Behandlung ist damit medizinisch indiziert. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte. Ob und in welchem Umfang Ihre Versicherung Crosslinking oder eine Keraring-Implantation erstattet, hängt vom Tarif ab — klären Sie das vor dem Eingriff. Wir nennen Ihnen die relevanten GOÄ-Ziffern.

Ich bin gesetzlich versichert — kann ich als Selbstzahler kommen?

Ja. Die Praxis rechnet ausschließlich privat ab; gesetzlich Versicherte können die Leistungen als Selbstzahler in Anspruch nehmen. Eine Erstattung durch die gesetzliche Kasse ist nicht möglich.

Verdacht auf Keratokonus? Erst messen.

Die Pentacam-Topographie zeigt, wie Ihre Hornhaut aussieht — und ist der Ausgangswert für jede spätere Verlaufsbeurteilung. Termine im Sony Center am Potsdamer Platz.

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